Preisverleihung in Berlin: (v.l.) Dr. Gunter Mann überreicht die Auszeichnung an Gerhard Zemp und Wolfgang Weitmann. Foto: BuGG.
Sieger-Objekt belebt mit mehr als 2.000 Pflanzen aus rund 50 Arten und Sorten. Fotos (2): Weitmann Raumbegrünung.
Nachhaltiges Ökosystem klimatisiert und inspiriert:
Gold für Weitmann Raumbegrünung
Große Freude nach Live-Wahl der Sieger: Die DGHK-Mitglieder Wolfgang Weitmann, Raumbegrüner aus Österreich, und sein Projektpartner Gerhard Zemp, Architekt mit grünem Fokus aus der Schweiz, holten im Juni beim BuGG-Weltkongress die Auszeichnung „BuGG-Innenraumbegrünung des Jahres 2026“.
BuGG steht für „Bundesverband GebäudeGrün“, mit dem die DGHK seit 2026 kooperiert. Gut für beide Seiten, denn der BuGG will künftig neben Dach- und Fassaden- noch mehr Gewicht auf die Innenraumbegrünung legen. Unter der Leitung von Dr. Gunter Mann finden sich hier Experten und Fachinformationen, Forschung und Veranstaltungen – so im Juni der Weltkongress GebäudeGrün in Berlin mit Preisverleihung für herausragende Begrünung.
Mit dem Sieger-Projekt „wird Innenraumbegrünung nicht nur sichtbar, sondern für die Mitarbeitenden täglich erlebbar als Umfeld, das inspiriert, belebt und langfristig trägt“, heißt es in der Beschreibung zum neuen Hauptsitz der „x-tention Informationstechnologie GmbH“ in Wels, Österreich. Mit der Bepflanzung durch Weitmann Raumbegrünung steht er „für eine zukunftsorientierte Arbeitsumgebung, die Technologie, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet.“
Die Bepflanzung greift die Landschaft rund ums Gebäude auf
Zentraler Bestandteil des Konzepts, geplant von Gerhard Zemps Achitektur-Büro Aplantis, sind zwei Waldlichtungen im Gebäudeinneren. Der Raumbegrüner-Verbund ‚Element Grteen‘ hat das Objekt eingereicht und beschreibt weiter: „Sie bringen als grüne Oasen spürbar Natur in den Arbeitsalltag. Die großflächige Bepflanzung wirkt sich positiv auf Luftfeuchtigkeit und Luftqualität aus und reduziert gleichzeitig Geräusche. Die Vegetation greift die Landschaft rund um Wels auf und übersetzt sie in den Innenraum.
Im Norden entstand ein Nadelwald mit ruhiger, klarer Atmosphäre, im Süden ein Laubwald, der lichter und lebendiger wirkt. So entstehen zwei unterschiedliche, sich ergänzende Räume, die funktional wie auch atmosphärisch erfahrbar sind.
Ranken und Hängepflanzen verbinden die Geschossebenen
Die Begrünung beschränkt sich nicht darauf: Über mehrere Geschosse hinweg verbinden Hängepflanzen und hochwachsende Gehölze die Ebenen miteinander. In den angrenzenden Arbeitsbereichen entstanden begrünte Zonen mit integrierten Sitzmöglichkeiten. So entwickelt sich im gesamten Gebäude eine zusammenhängende, dreidimensionale Vegetationsstruktur, die den Raum prägt und Aufenthaltsorte schafft, die sich bewusst vom klassischen Arbeitsplatz unterschieden.
Mehr als 2.000 Pflanzen aus rund 50 Arten und Sorten – darunter Gehölze bis zu acht Metern Höhe – bilden ein vielfältiges Ökosystem im Innenraum. Die Waldlichtungen und die ergänzenden Pflanzbereiche schaffen Orte, an denen Arbeit, Austausch und Rückzug gleichermaßen möglich sind.“
Als Substrat, so erläutert Wolfgang Weitmann, „haben wir Vulkaponic verwendet, da es die Großpflanzen und die vielen neu verwendeten Sonderpflanzen ausserhalb der Hydrokultur-Standardpalette bisher leider nur in Erde gibt. Wir arbeiten sonst zu 90 % mit Hydrokultur und sind nach wie vor von der Hydrokultur in Blähton als bestes Substrat für den Innenraum überzeugt.“
Präsident Carsten Stakalies zu Raumbegrünung mit Hydrokultur:
DGHK beim Weltkongress Gebäudegrün
Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) steht beim Weltkongress Gebäudegrün 2026 in Berlin am Rednerpult.
DGHK-Präsident Carsten Stakalies informiert am Dienstag (10.06.26) in seinem Vortrag über die Besonderheiten der erdelosen Pflanzenhaltung, die die Hydrokultur seit Jahrzehnten zum nachhaltigen Erfolgsfaktor in der Raumbegrünung machen.
Insgesamt bietet die internationale Fachveranstaltung, organisiert vom Bundesverband GebäudeGrün (BuGG), vom 9. bis 11. Juni 2026 in Berlin Fachvorträge mit Referierenden aus 23 Ländern (Asien, Amerika, Afrika, Australien, Europa) in 25 Themenblöcken. Bundesumweltminister Carsten Schneider und Berlins Umweltsenatorin Ute Bonde werden vor Ort sein.
Eine Fachausstellung präsentiert neueste Entwicklungen und Trends, dazu Unternehmen, Verbände und Organisationen in der gesamten Bandbreite der Gebäudegrün-Branche.
Tag drei des Weltkongresses bietet Exkursionen zu den besonderen Begrünungsobjekten in Berlin, Bundeshauptstadt und mit rund 3,7 Millionen Menschen zugleich die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. 5/2026

Best practice-Beispiel aus Berlin: Laubengänge, die diesen Namen wirklich verdienen, realisiert von DGHK-Mitglied Boris Wossidlo – P2 Objekt Grün – in der Seniorenresidenz Tertianum am Kurfürstendamm. Fotos: PURE, P2 Objektgrün
Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur: Frischer Wind
DGHK ab sofort mit neuem Logo
Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) hat seit 2025 ein neues Logo: Die wesentlichen Elemente des Original Hydrokultur-Systems – das Wasser als Urquell des Lebens, die pflanzliche Wurzel und das strukturstabile Substrat Blähton – erscheinen als markante Stilisierung und geben als fast quadratischer Blickpunkt zum Schriftzug den Ton an.
Das neue Logo ist bereits auf der neuen Website der DGHK zu sehen, die der Verein zum Jahresanfang 2024 lanciert hat: www.hydrokultur-dghk.com.

Das Wasser als Urquell des Lebens, die pflanzliche Wurzel und das atmungsfreundliche Substrat Blähton bilden die wesentlichen Bestandteile des neuen Wort-Bild-Zeichens der DGHK.
Das neue Logo der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur.
Der Zeitensprung
Auch hier hat das Erscheinungsbild den Zeitensprung geschafft. „Unsere Vereinigung existiert schon seit 1951 und ist dabei heute aktueller denn je“, sagt DGHK-Präsident Carsten Stakalies. „Das gilt es, sichtbar zu machen!“
Die Mitglieder beschlossen das „Rebranding“: Der Prozess, die bestehende Marke zu überarbeiten und ihr ein frisches, aktuelles Erscheinungsbild zu geben, hat gut 18 Monate in Anspruch genommen – „und hat sich gelohnt“, so DGHK-Geschäftsführer Stefan Hecktor. „Für die Information und Gewinnung von Hydrokultur-Freunden ist der professionelle Auftritt samt Digitalisierung oberstes Gebot.“
Für das Wohlergehen von Pflanzen in Gefäßen
Ebenso wie ein klares, prägnantes Erscheinungsbild: „Das neue DGHK-Logo spiegelt unseren innersten Markenkern, das Wohlergehen von Pflanzen in Gefäßen durch bestmögliche Wachstumsfaktoren. Davon profitiert der Mensch im Raum auf allen Ebenen“, erläutert Marketing-Expertin Marlis Gregg, Vize-Präsidentin und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.
„Wir bitten alle Partner der DGHK, die auf ihren Websites eventuell noch das frühere Logo zeigen, die Verlinkung zu aktualisieren und sich bei uns zwecks Linktausch zu melden; das bedeutet für alle Beteiligten, insgesamt noch mehr präsent und auffindbar zu sein.“
Das neue Logo der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur hier zum Download:
- Online-Fassung für Websites
- Print-Fassung für die Presse.