Bild oben: „So einfach geht’s bei Schalen-Arrangements“ demonstrieren Gabriele Vocke und Karl-Heinz Opitz 1992 mit diesem Foto in ihrem Buch „Hydrokultur – Einfach schön und so schön einfach“.
Gefäße im Wandel: Nach weiß und braun trat die Großgefäßserie TINA in den 1980er Jahren mit orange, blau und knallrot den Siegeszug an.
Rund 20 Jahre später brillieren die Gefäße glänzend mit exklusiven Kurven in Chrom – JAGO 2005. Fotos aus den Katalogen von HYGRENO und JAGO.
Pressematerial zum Download fürs DGHK- Jubiläum siehe: https://pure-presseportal.de
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Großes Jubiläums-Event in Neuss
Seit 75 Jahren: Fortschritt zur Natur
mit DGHK und Hydrokultur
Die Welt war eine völlig andere, als 1951 die DGHK gegründet wurde. 75 Jahre später erfreuen sich allerorten Menschen in begrünten Objekten der Hydrokultur, und die DGHK feiert Vergangenheit und Zukunft eines einzigartigen Pflanzsystems, seiner Fachleute und seiner Fans bei ihrem Jubiläum 2026.
Den „Campus Zukunft“ auf der Landesgartenschau Neuss macht die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur am 9. Oktober 2026 zum Schauplatz ihres Jubiläums-Events. Der Verein, der heute 118 Mitglieder in acht europäischen Ländern hat, vereint Fachleute ebenso wie private Hydrokultur-Liebhaber.
Ob Hydrokultur-Gärtnerei, Gefäßproduktion, Raumbegrünung oder Wissenschaft – sie alle treffen sich beim Jubiläumsfest und der Mitgliederversammlung zu Anregung und Austausch. Man will Rückschau halten, ja, aber auch Zukunft gestalten. Und ein Blick über die vergangenen 75 Jahre zeigt, dass manch wesentlicher „Player“ in der Branche heute mit ungebrochener Leidenschaft bereits in der zweiten oder gar dritten Generation vertreten ist. Und das, obwohl – oder weil – die Welt sich seit damals sehr verändert hat:
1951
Seit sechs Jahren ist der Krieg vorbei. Die Menschen wollen sich satt essen, sehnen sich nach Schönheit und Frieden. In Deutschland entscheidet die Politik „Nie wieder hungern“ und schafft die Voraussetzungen in der Landwirtschaft.
In Israel gelingt es dem Pflanzenphysiologen Prof. Dr. Meier Schwarz durch Einsatz von Hydrokultur, was minimale Bewässerung von Pflanzen in Wüstengegenden erlaubt, die Erträge z.B. für Tomaten von 4 auf über 20 Kilogramm je Quadratmeter zu steigern. Er wird später Präsident der International Society for Soilless Culture (ISOSC, später aufgegangen in der International Society for Horticultural Science, ISHS) und er besucht die DGHK 2006 zu einem lebhaften Austausch.
In Deutschland gründet der Biologe Prof. Paul Röszler, zuvor zuständig für die ostungarischen Hydrokulturanlagen, eine Forschungsstelle, mit der seine Überzeugung von der großen Zukunft der Hydrokultur untermauern will.
Er kultiviert Gemüsepflanzen unter Glas und erprobt Hydro-Vasen mit Grünpflanzen aus dem bescheidenen Sortiment der Nachkriegszeit. Viele Pflanzenliebhaber wollen Gärtnerei und Labor besichtigen, die Treffen verlangen eine Ordnung; man gründet einen Verein …
2026
Seit dem Wiederaufbau haben Industrialisierung und Mobilität rasant Fahrt aufgenommen. Die Zahl der PKW auf deutschen Straßen ist von 682.000 (1951) gestiegen auf 49,49 Mio. Das erste Handy war 1983 zu kaufen, heute gibt es 107,5 Mio Mobiltelefone – 134 auf 100 Einwohner. Bedrohliche Extremwetterlagen lassen die Klimakrise nicht länger ignorieren. Nach all dem ‚höher, schneller, weiter‘ lernen wir jetzt, wie sehr wir die Natur brauchen und wie sehr die Natur uns braucht.
Raumbegrünung erlebt ungeahnte Nachfrage, Hydrokultur spielt eine elementare Rolle. Sie wird in Deutschland – angestoßen durch ihren Pionier Günter Gregg – definiert als erdelose Pflanzenhaltung in Gefäßen. Was bedeutet: Mit ihr kann man Pflanzen langlebig und nachhaltig auf jede versiegelte Fläche bringen, die Bürowand beleben oder die Tiefgarage oberirdisch als Pflanzbecken nutzen.
Gärtner und Architekten arbeiten Hand in Hand: ein Riesenspektrum neuer Möglichkeiten!
Preisverleihung in Berlin: (v.l.) Dr. Gunter Mann überreicht die Auszeichnung an Gerhard Zemp und Wolfgang Weitmann. Foto: BuGG.
Sieger-Objekt belebt mit mehr als 2.000 Pflanzen aus rund 50 Arten und Sorten. Fotos (2): Weitmann Raumbegrünung.
Nachhaltiges Ökosystem klimatisiert und inspiriert:
Gold für Weitmann Raumbegrünung
Große Freude nach Live-Wahl der Sieger: Die DGHK-Mitglieder Wolfgang Weitmann, Raumbegrüner aus Österreich, und sein Projektpartner Gerhard Zemp, Architekt mit grünem Fokus aus der Schweiz, holten im Juni beim BuGG-Weltkongress die Auszeichnung „BuGG-Innenraumbegrünung des Jahres 2026“.
BuGG steht für „Bundesverband GebäudeGrün“, mit dem die DGHK seit 2026 kooperiert. Gut für beide Seiten, denn der BuGG will künftig neben Dach- und Fassaden- noch mehr Gewicht auf die Innenraumbegrünung legen. Unter der Leitung von Dr. Gunter Mann finden sich hier Experten und Fachinformationen, Forschung und Veranstaltungen – so im Juni der Weltkongress GebäudeGrün in Berlin mit Preisverleihung für herausragende Begrünung.
Mit dem Sieger-Projekt „wird Innenraumbegrünung nicht nur sichtbar, sondern für die Mitarbeitenden täglich erlebbar als Umfeld, das inspiriert, belebt und langfristig trägt“, heißt es in der Beschreibung zum neuen Hauptsitz der „x-tention Informationstechnologie GmbH“ in Wels, Österreich. Mit der Bepflanzung durch Weitmann Raumbegrünung steht er „für eine zukunftsorientierte Arbeitsumgebung, die Technologie, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet.“
Die Bepflanzung greift die Landschaft rund ums Gebäude auf
Zentraler Bestandteil des Konzepts, geplant von Gerhard Zemps Achitektur-Büro Aplantis, sind zwei Waldlichtungen im Gebäudeinneren. Der Raumbegrüner-Verbund ‚Element Grteen‘ hat das Objekt eingereicht und beschreibt weiter: „Sie bringen als grüne Oasen spürbar Natur in den Arbeitsalltag. Die großflächige Bepflanzung wirkt sich positiv auf Luftfeuchtigkeit und Luftqualität aus und reduziert gleichzeitig Geräusche. Die Vegetation greift die Landschaft rund um Wels auf und übersetzt sie in den Innenraum.
Im Norden entstand ein Nadelwald mit ruhiger, klarer Atmosphäre, im Süden ein Laubwald, der lichter und lebendiger wirkt. So entstehen zwei unterschiedliche, sich ergänzende Räume, die funktional wie auch atmosphärisch erfahrbar sind.
Ranken und Hängepflanzen verbinden die Geschossebenen
Die Begrünung beschränkt sich nicht darauf: Über mehrere Geschosse hinweg verbinden Hängepflanzen und hochwachsende Gehölze die Ebenen miteinander. In den angrenzenden Arbeitsbereichen entstanden begrünte Zonen mit integrierten Sitzmöglichkeiten. So entwickelt sich im gesamten Gebäude eine zusammenhängende, dreidimensionale Vegetationsstruktur, die den Raum prägt und Aufenthaltsorte schafft, die sich bewusst vom klassischen Arbeitsplatz unterschieden.
Mehr als 2.000 Pflanzen aus rund 50 Arten und Sorten – darunter Gehölze bis zu acht Metern Höhe – bilden ein vielfältiges Ökosystem im Innenraum. Die Waldlichtungen und die ergänzenden Pflanzbereiche schaffen Orte, an denen Arbeit, Austausch und Rückzug gleichermaßen möglich sind.“
Als Substrat, so erläutert Wolfgang Weitmann, „haben wir Vulkaponic verwendet, da es die Großpflanzen und die vielen neu verwendeten Sonderpflanzen ausserhalb der Hydrokultur-Standardpalette bisher leider nur in Erde gibt. Wir arbeiten sonst zu 90 % mit Hydrokultur und sind nach wie vor von der Hydrokultur in Blähton als bestes Substrat für den Innenraum überzeugt.“
Präsident Carsten Stakalies zu Raumbegrünung mit Hydrokultur:
DGHK beim Weltkongress Gebäudegrün
Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) steht beim Weltkongress Gebäudegrün 2026 in Berlin am Rednerpult.
DGHK-Präsident Carsten Stakalies informiert am Dienstag (10.06.26) in seinem Vortrag über die Besonderheiten der erdelosen Pflanzenhaltung, die die Hydrokultur seit Jahrzehnten zum nachhaltigen Erfolgsfaktor in der Raumbegrünung machen.
Insgesamt bietet die internationale Fachveranstaltung, organisiert vom Bundesverband GebäudeGrün (BuGG), vom 9. bis 11. Juni 2026 in Berlin Fachvorträge mit Referierenden aus 23 Ländern (Asien, Amerika, Afrika, Australien, Europa) in 25 Themenblöcken. Bundesumweltminister Carsten Schneider und Berlins Umweltsenatorin Ute Bonde werden vor Ort sein.
Eine Fachausstellung präsentiert neueste Entwicklungen und Trends, dazu Unternehmen, Verbände und Organisationen in der gesamten Bandbreite der Gebäudegrün-Branche.
Tag drei des Weltkongresses bietet Exkursionen zu den besonderen Begrünungsobjekten in Berlin, Bundeshauptstadt und mit rund 3,7 Millionen Menschen zugleich die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. 5/2026

Best practice-Beispiel aus Berlin: Laubengänge, die diesen Namen wirklich verdienen, realisiert von DGHK-Mitglied Boris Wossidlo – P2 Objekt Grün – in der Seniorenresidenz Tertianum am Kurfürstendamm. Fotos: PURE, P2 Objektgrün
Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur: Frischer Wind
DGHK ab sofort mit neuem Logo
Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) hat seit 2025 ein neues Logo: Die wesentlichen Elemente des Original Hydrokultur-Systems – das Wasser als Urquell des Lebens, die pflanzliche Wurzel und das strukturstabile Substrat Blähton – erscheinen als markante Stilisierung und geben als fast quadratischer Blickpunkt zum Schriftzug den Ton an.
Das neue Logo ist bereits auf der neuen Website der DGHK zu sehen, die der Verein zum Jahresanfang 2024 lanciert hat: www.hydrokultur-dghk.com.

Das Wasser als Urquell des Lebens, die pflanzliche Wurzel und das atmungsfreundliche Substrat Blähton bilden die wesentlichen Bestandteile des neuen Wort-Bild-Zeichens der DGHK.
Das neue Logo der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur.
Der Zeitensprung
Auch hier hat das Erscheinungsbild den Zeitensprung geschafft. „Unsere Vereinigung existiert schon seit 1951 und ist dabei heute aktueller denn je“, sagt DGHK-Präsident Carsten Stakalies. „Das gilt es, sichtbar zu machen!“
Die Mitglieder beschlossen das „Rebranding“: Der Prozess, die bestehende Marke zu überarbeiten und ihr ein frisches, aktuelles Erscheinungsbild zu geben, hat gut 18 Monate in Anspruch genommen – „und hat sich gelohnt“, so DGHK-Geschäftsführer Stefan Hecktor. „Für die Information und Gewinnung von Hydrokultur-Freunden ist der professionelle Auftritt samt Digitalisierung oberstes Gebot.“
Für das Wohlergehen von Pflanzen in Gefäßen
Ebenso wie ein klares, prägnantes Erscheinungsbild: „Das neue DGHK-Logo spiegelt unseren innersten Markenkern, das Wohlergehen von Pflanzen in Gefäßen durch bestmögliche Wachstumsfaktoren. Davon profitiert der Mensch im Raum auf allen Ebenen“, erläutert Marketing-Expertin Marlis Gregg, Vize-Präsidentin und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.
„Wir bitten alle Partner der DGHK, die auf ihren Websites eventuell noch das frühere Logo zeigen, die Verlinkung zu aktualisieren und sich bei uns zwecks Linktausch zu melden; das bedeutet für alle Beteiligten, insgesamt noch mehr präsent und auffindbar zu sein.“
Das neue Logo der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur hier zum Download:
- Online-Fassung für Websites
- Print-Fassung für die Presse.